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2014


28.10.2014

St. Clemens Holte-Lastrup verabschiedet Gemeindereferentin

Text & Fotos:  Martin Reinholz

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Nach 13-jähriger Tätigkeit als Gemeindereferentin in der katholischen Pfarrgemeinde St. Clemens Holte-Lastrup und seit 2008 in der neu gebildeten Pfarreiengemeinschaft Miteinander mit St. Johannes Ahmsen, St. Clemens Holte Lastrup, St. Marien Lähden, St. Martinus Lahn, St. Antonius Vinnen und St. Marien Wachtum, wurde Anne Fischer als Gemeindereferentin mit einem Festgottesdienst verabschiedet. Sie übernimmt die Aufgabe als Gemeindereferentin mit dem Projekt „Pastorale Koordination“ in der Pfarreiengemeinschaft Meppen-Esterfeld, Rühle und Fullen/Versen.

 

Die Bannerabordnungen, Gruppenleiter des Ferienlagers Holte-Lastrup-Herßum und zahlreiche Gemeindemitglieder feierten zusammen mit Pfarrer Andreas Bleise und der scheidenden Gemeindereferentin Anne Fischer und ihrer Familie den feierlichen Abschiedsgottesdienst in der Holter St.-Clemens-Pfarrkirche. Ein eigens für die Verabschiedungsfeier von Kerstin Blankmann zusammengestellter Projekt-Chor übernahm die musikalische Umrahmung.

 

Erstkommunion, Firmung, Jugendarbeit, Ferienlager, Messdienerausbildung und Messdienerfreizeiten, KFD-Arbeit, Schulgottesdienste und Sternsingeraktionen in den einzelnen Gemeinden seien nur ein Teil der vielfältigen Aufgaben, bei denen Anne Fischer immer wieder aktiv in der Pfarreiengemeinschaft war, erklärte Bleise. Dabei sei sie auch – getreu ihrem Hausnamen – Menschenfischerin gewesen.

 

Als eine „gute Ansprechpartnerin für alle Gemeinden“ lobte Anita Feldmann im Namen aller Pfarrgemeinderäte die Arbeit von Anne Fischer. Besonders ihre Leistungen für das Ferienlager der St.-Clemens-Gemeinde Holte-Lastrup hob Feldmann hervor. Viele Dinge wurden angestoßen und bleiben als fester Bestandteil des Gemeindelebens.

 

Sichtlich bewegt nahm Fischer zum Abschluss das Abschiedsgeschenk – zwei Porzellanengel – entgegen. In Anlehnung an Hermann Hesses Zitat „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, stellte Fischer fest, dass auch „jedem Abschied ein Zauber innewohnt“. Sie habe bei den Übergaben der Aufgaben in den letzten Wochen viel Anerkennung und Dankbarkeit gespürt. Es sei schön zu erleben, dass, was gemeinsam angefangen wurde, auch jetzt weiter erfolgreich bestehen bleibe. Fischer dankte allen, mit denen sie in den letzten dreizehn Jahren zusammenarbeiten durfte. Die Erfahrungen aus Holte-Lastrup bilden ein gutes Fundament für meine zukünftige Arbeit“, dankte sie der Gemeinde.

 

Die 53-jährige Gemeindereferentin machte 1984 ihr Abitur am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne. Danach studierte sie Religionspädagogik in Hildesheim. Nach einem Jahr Auslandsaufenthalt in Südamerika machte sie 1989 ihr Anerkennungsjahr in der Gemeinde St. Hildegard Bremen. Danach begann sie ihre erste Stelle in der St.-Annen-Gemeinde in Riemsloh. Von 1993 bis 1995 studierte sie auf Lehramt und machte nach der Familienphase im Jahr 2001 einen Wiedereinstieg als Gemeindereferentin in der Pfarrgemeinde St. Clemens Holte-Lastrup, die im Jahr 2008 in die Pfarreiengemeinschaft Miteinander aufgenommen wurde. Die neue Aufgabe als Gemeindereferentin mit dem Projekt „Pastorale Koordination“ macht sie gleichsam zur „rechten Hand“ des verantwortlichen Pfarrers der Kirchengemeinde.

 

Im Anschluss an dem Gottesdienst nutzten die Gemeindemitglieder die Gelegenheit, sich von Anne Fischer zu verabschieden.


27.07.2014

Pater Davis als Seelsorger begrüßt

Text & Foto:  Helmut Diers

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Eine Woche nach der Verabschiedung des Maristenpaters Benedikt Wulf als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“ in den Ruhestand konnte Pfarrer Andreas Bleise in einem Gottesdienst in der Holter St. Clemens-Kirche und einem Empfang im Pfarrheim den indischen Franziskanerpater Davis Kalookaran als Priester und Seelsorger des katholischen Gemeindenverbundes Lähden, Holte-Lastrup, Ahmsen, Vinnen, Wachtum und Lahn einführen. Davis, der schon seit dem 13. Mai in Ahmsen wohnt, tritt offiziell zum 1. August seine seelsorgerische Tätigkeit in der Pfarreiengemeinschaft an.

 

Im Gottesdienst, den der Kirchenchor Wachtum mitgestaltete, hieß Bleise den im Mai 1950 in Südwestindien geborenen Franziskanerpater im Beisein seiner Ordensbrüder Pater Dominic Vadakarakalayil und Pater Francis Kaviyil von der indischen Missionszentrale der Franziskaner in Bonn willkommen. In der Predigt schilderte Pater Davis seinen Werdegang bis zu seinem Eintreffen im Mai in Deutschland. Er stammt aus einer christlichen Großfamilie mit acht Kindern im indischen Bundesland Kerala. Drei seiner Schwestern gehören als Nonnen dem Orden der Karmelitinnen an. „Ich bin überzeugt, dass wir von Franziskus lernen können, wie wir mit der Schöpfung und der Natur umzugehen haben.“

 

Dass sich Pater Davis sehr für die Natur und deren Bewahrung interessiert, bestätigte Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. „Als ich bei einer Gemeinderundreise mit Pater Davis unterwegs war, hat er nicht genug über die regenerative Energiegewinnung erfahren können“.

Nach seiner Priesterweihe am 4. März 1978 war Davis in verschiedenen Gemeinden in den Missionsgebieten der Franziskaner im Einsatz, unter anderem auch von 1992 bis 2001 in der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn. Seine ersten Eindrücke von den Gemeinden auf dem Hümmling seien, dass „hier alles hoch technisiert ist, während es in Indien noch viel Handarbeit“ gebe.

 

Ingrid Oldhaus, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Lähden, hieß Davis im Namen der Pfarrgemeinderäte der Pfarreiengemeinschaft willkommen und versprach: „Keine Sorge, ich bin sicher, dass alle Gremien und Gemeindemitglieder Sie gerne unterstützen und Ihnen hilfreich zur Seite stehen“.


20.07.2014

Pater Wulf verlässt Pfarreiengemeinschaft

Text & Foto:  Helmut Diers

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Maristenpater Benedikt Wulf verlässt nach 19 Jahren priesterlichen Wirkens in den Gemeinden und Pfarreien Lahn, Ahmsen, Vinnen, Wachtum, Lähden und Holte-Lastrup die Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“. Mit einem bewegenden Gottesdienst und Empfang bei hochsommerlichem Wetter auf der Waldbühne Ahmsen am Samstagabend feierte Pater Benedikt Wulf mit rund 700 Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft seinen Abschied in den Ruhestand.

 

Pastor Andreas Bleise (Holte-Lastrup) konnte eingangs der Vorabendmesse auf der Waldbühne zahlreiche Bannerabordnungen aus der Pfarreiengemeinschaft, die Chöre der einzelnen Mitgliedsgemeinden, die Musikvereine Vinnen und Ahmsen, die Pfarrgemeinderäte und Vertreter der Vereine und der politischen Gremien sowie die Maristenpatres Alois Greiler, Pater Dominic und den stellvertretenden Dechanten für das Dekanat Emsland-Nord, Pfarrer Francis Sanjeewi aus Lathen begrüßen.

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Pater Benedikt Wulf wird seinen Ruhestand im Maristenkloster in Meppen antreten. In der Einführung zur Feier der Heiligen Messe hieß es, dass „Gott Menschen braucht, die seine Botschaft weitertragen und seine Liebe bezeugen. Wie er durch Jesus von Nazareth einst Menschen angesprochen und berufen hat, so hat er vor vielen Jahren auch Pater Wulf angesprochen und berufen“. Zum Abschluss der Messfeier betete die Gemeinde deshalb auch: „Wir danken dir heute besonders für den Dienst von Pater Wulf.“

 

In der Predigt bezeichnete Pastor Bleise Wulf als „Leutepriester“, der ein hohes Ansehen in der Pfarreiengemeinschaft genießt und durch seine Präsenz bei den verschiedensten Anlässen wie Gottesdiensten, Andachten, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, aber auch als Dirigent des Musikvereins Ahmsen bei Schützenfesten und Jubiläen eine bleibende Erinnerung hinterlässt.

 

Ein besonderer Schwerpunkt des Maristenpaters seien die Hausbesuche bei den Gemeindemitgliedern gewesen. Bleise rief Wulf, der am 23. Juni 1970 in Meppen zum Priester geweiht wurde, zu: „Benedikt – du bist ein Gesegneter und spendest Segen! Als Priester warst du fast 20 Jahre in unserer Mitte für uns ein Segen. Dafür danken wir dir!“ Vor 16 Monaten sei Papst Benedikt XVI in den Ruhestand gegangen. Damals sei er fast 86 Jahre alt gewesen. Er habe gesagt, er höre nicht auf zu arbeiten, sondern werde seine Tätigkeit im Gebet im Verborgenen fortsetzen. „Du bist jetzt bald 74 Jahre. Da hast du noch zwölf Jahre Zeit in die Verborgenheit zu gehen. Solange bist du auf jeden Fall bei uns in der Hümmling Heimat willkommen“.

 

„Sie sind für uns zu einem Menschenfischer geworden. Sie haben die Menschen da gesucht, wo sie sich aufhalten“, dankten Vertreterinnen der Pfarrgemeinderäte und Vereine Pater Wulf für seine segensreiche Arbeit und überreichten dem „Fußballfan“ eine „Stola“ (Fanschal des SV Meppen) als äußeres Zeichen des Dankes. „Wir werden sie sehr vermissen“. Den Dank der politischen Gremien überbrachten Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. „Durch deine freundliche und verbindliche Art hast du uns viel Freude bereitet“, lobte er den „Ruheständler“. Das tat auch der stellvertretende Dechant Francis Sanjeewi. „Du hast ein Stück Licht in das Dunkel der Welt gebracht“.

 

Pater Greiler stellte in seinen Dankesworten heraus, dass Wulf „nie sich selbst ins Zentrum gestellt hat. Es war ihm die Nähe der Menschen wichtig. Seine Bescheidenheit zeichnet ihn aus“. Benedikt Wulf, nie ein Mann der großen Worte, fiel der Abschied aus der Pfarreiengemeinschaft sichtlich schwer. Er dankte allen, mit denen er in den 19 Jahren zu tun hatte, und sagte: „Ich bin 19 Jahre gern hier gewesen. Ich wünsche mir ein Wiedersehen“.


28.02.2014

Abschied von den Patres in Ahmsen

Text & Fotos:  Martin Reinholz

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Weit über die Grenzen des Hümmlings und Emslandes hinaus ist der beschauliche Ort Ahmsen bekannt durch seine Waldbühne und sein Kloster. Seit 1923 hatten Patres und Brüder der Maristen ein Zuhause in Ahmsen. Über die Jahrzehnte hinweg waren sie eng mit der Bevölkerung Ahmsens und den benachbarten Orten verbunden.

Zahlreiche Ahmsener wurden von den Patres getauft, zur Kommunion geführt, getraut und schließlich mit den Sterbesakramenten versehen. Und auch die Brüder der Maristen gewannen im Ort immer schnell hohe Anerkennung, da sie sich nicht nur bei der Waldbühne Ahmsen im Ort engagierten.

 

Nach 91 Jahren nahmen die letzten vier Ordensbrüder nun ihren Abschied. Der Orden hat sich dazu entschlossen, aufgrund des mangelnden Nachwuchses das Kloster in Ahmsen aufzugeben. Die Maristenpatres Rudolf Bleischwitz, Rudolf Wenk und Benedikt Wulf ziehen in das Maristenkloster nach Meppen. Pater Alois Dreyer ist noch als Seelsorger im Hümmling-Krankenhaus in Sögel tätig und wird dort vorerst seine Wohnung behalten.

 

Gemeinsam zelebrierten Pater Bleischwitz, Pater Dreyer, Pater Alois Greiler, Regional-Superior der Maristen, Pater Wulf und Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück, das Festhochamt zur Verabschiedung der Maristen in der Ahmsener Kirche (Foto oben, von links). Generalvikar Theo Paul, zog darin in seiner Predigt eine Parallele zu Xavier Beauvois’ Film „Menschen und Götter“. Der Film erzählt die Geschichte von neun französischen Trappistenmönchen, die in Algerien in einem Kloster leben. Sie lebten in dem Dorf, nicht um die Dorfbevölkerung zu missionieren, sondern nur, um da zu sein. Die Krankenstation ist für die Bevölkerung eine große Hilfe, und die Mönche stehen den Menschen im Bürgerkrieg nahe. So sei es auch den Maristen in Ahmsen gegangen. In den neun Jahrzehnten hätten die Maristen in Ahmsen deutlich gemacht, dass Gott menschlich sein möchte.

 

„Bleiben Sie beim Wort Gottes, auch wenn die Patres nicht mehr da sind“, sagte Paul an die Adresse der Ahmsener Bürger. Der Generalvikar, der nach eigenem Bekunden „gute Augenblicke“ in Ahmsen erleben durfte, dankte den Ahmsenern im Namen des Osnabrücker Bischofs für die Zeit der Maristen in dem „friedlichem Ort“ auf dem Hümmling.

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Nach dem Gottesdienst bot der Musikverein Ahmsen den Maristen einige Musikstücke dar. Pater Wulf ist dort seit vielen Jahren Spielleiter.

Andreas Bleise, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Miteinander, zu der die Kirchengemeinden Ahmsen, Holte-Lastrup, Lähden, Lahn, Vinnen und Wachtum gehören, dankte dem Bistum Osnabrück für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit und dafür, dass für das Exerzitienhaus und das Kloster eine Nachfolgenutzung gefunden wurde.

 

Der Dechant des Dekanates Emsland-Nord, Alfons Thörner, bezeichnete das Wirken der Maristen als ein „starkes Stück gelebten Glaubens“. Neun Jahrzehnte konnten die Menschen auf dem Hümmling und im Emsland mit den Maristen „gute Erfahrungen“ sammeln.

„Ihr werdet uns fehlen“, gestand Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. Er erinnerte an die Gründung der Waldbühne Ahmsen durch Pater Ewald Schürmann. Die Maristen waren „fester Bestandteil der Gemeinde Lähden“, betonte van der Ahe. Er lobte den engen Kontakt zwischen Kloster und Gemeinde.

 

Mit den Worten „hoffentlich wird uns nicht der Baum genommen, in dem wir nisten können“, drückte der Sprecher des Pfarrgemeinderates und des Kapellenvorstandes Ahmsen, Christoph Deters, die Traurigkeit des Ortes über den Fortgang der Maristen aus. „Vier Generationen in Ahmsen sind durch die Maristen geprägt“, machte Deters deutlich. Das Kloster und das damalige Haus der Begegnung waren für die Ahmsener Zufluchtsort für eine Familie nach einem Hausbrand und Bibliothek für alle Dorfbewohner.

 

Kleines Gymnasium

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sogar in Ahmsen ein gymnasialer Zweig unterrichtet, später noch Lateinunterricht gegeben und ein Ökohof geführt. Deters dankte allen Patres und Brüdern der Maristen, die in Ahmsen waren. „Ihr wart Menschen zum Anpacken und habt euer Leben mit uns Ahmsenern geteilt“, erklärte Deters. Als Dankeschön überreichte er den Maristen einen dicken Bildband mit Bildern und Beiträgen der einzelnen Familien aus Ahmsen. Ein weiterer Band des Buches werde in der Ahmsener Bücherei stehen, erklärte er.

 

Der Regional Superior der Maristen in Passau, Pater Alois Greiler, der selbst viele Jahre in Ahmsen tätig war, dankte den Ahmsenern für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit. „Alles, was ich kann, habe ich auf dem Hümmling, habe ich bei euch gelernt“, erklärte der Marist.