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2014


25.12.2014

Pfarreiengemeinschaft Miteinander lädt ein zum Besuch der Weihnachtskrippen

 

Die Kirchen laden auch in diesem Jahr wieder zu einem Besuch der schönen Weihnachtskrippen in den Gotteshäusern der Pfarreiengemeinschaft Miteinander ein.

 

Obere Reihe (v.l.): die Krippen in Wachtum, Lähden und Ahmsen

Untere Reihe (v.l.): die Krippen in Vinnen, Holte und Lahn

Weihnachtskrippe-Wachtum_2014
Weihnachtskrippe-Laehden_2014
Weihnachtskrippe-Ahmsen_2014
Weihnachtskrippe-Vinnen_2014
Weihnachtskrippe-Holte_2014
Weihnachtskrippe-Lahn_2014

05.11.2014

Ordensschwestern feiern Jubiläum in Holte

(Pressebericht, Meppener Tagespost)

Text & Fotos:  Martin Reinholz

Jubiläum-Ordensschwestern_05-11-2014

Foto oben:  Zahlreiche Gemeindemitglieder gratulierten Schwester Bernholde (links) zum Diamantenen Ordensjubiläum und Schwester Pia (rechts) zum 85. Geburtstag und überbrachten Präsente.

 

Nach fast 100 Jahren segensreichen Wirkens ist der Konvent St. Josef der Thuiner Franziskanerinnen in Holte im Jahr 2011 aufgelöst worden. Damit verließen auch die letzten Ordensschwestern den Hümmlingort Holte-Lastrup. Doch trotz des Abschieds vor drei Jahren bestehen immer noch enge Kontakte zu den Schwestern. So enge Bande, dass nun in der Holter St.-Clemens-Pfarrgemeinde das diamantene Ordensjubiläum von Schwester Bernholde und der 85. Geburtstag von Schwester Pia in Holte nachgefeiert wurden.

 

Im Rahmen einer feierlichen Andacht in der Holter Pfarrkirche, die musikalisch vom Holter Kirchenchor mitgestaltet wurde, begrüßten die Gemeindemitglieder beide Ordensfrauen herzlich. Pfarrer Andreas Bleise erinnerte an den vor zehn Jahren im Oktober 2004 in Holte organisierten Ordenstag. Zu diesem Ordenstag waren damals neben zahlreichen Gästen alle Ordensfrauen, die in Holte tätig waren oder aus dem alten Kirchspiel Holte kamen, eingeladen. Neben 24 Schwestern entstammten vier Priester dem alten Kirchspiel Holte, erklärte Bleise. Über 50 Ordensfrauen waren in Holte, vor allem im damaligen Krankenhaus, über die Jahre hinweg tätig.


„Sie haben die besten Jahre ihres Lebens für die Gemeinde in Holte gegeben“, lobte Bleise die Ordensfrauen. Schwester Pia war fast 50 Jahre als Leiterin der Bücherei, in der Jugendarbeit, im Kindergarten, im Krankenhaus und in der Verwaltung der Pfarrgemeinde tätig. Schwester Bernholde versah fast 40 Jahre den Küsterdienst in der Kirche. Beide hätten den Aufbau der Pfarrgemeinde in Holte-Lastrup nach dem Zweiten Weltkrieg miterlebt und waren nach dem Aufbruch durch das Zweite Vatikanische Konzil in der Gemeinde ein „beruhigendes Element“ in bewegten Zeiten, unterstrich Bleise.

Heute seien beide der Gemeinde im Gebet verbunden. Bleise erinnerte an ein Zitat des Papstes Franziskus über den emeritierten Papst Benedikt: „Er ist unser Großvater im Glauben, der für uns betet.“ Dies treffe auch auf Schwester Bernholde und Schwester Pia zu, die „Großmütter im Glauben seien, die für die Gemeinde beten“, erklärte Bleise.


Im Anschluss an die Andacht nutzten zahlreiche Gemeindemitglieder die Gelegenheit, den beiden Ordensfrauen persönlich zu gratulieren und Präsente zu überreichen. Der Kirchenchor Holte gratulierte noch mit einigen Liedern im Pfarrheim.


28.10.2014

St. Clemens verabschiedet Gemeindereferentin Anne Fischer

Text & Fotos:  Martin Reinholz

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Nach 13-jähriger Tätigkeit als Gemeindereferentin in der katholischen Pfarrgemeinde St. Clemens Holte-Lastrup und seit 2008 in der neu gebildeten Pfarreiengemeinschaft Miteinander mit St. Johannes Ahmsen, St. Clemens Holte Lastrup, St. Marien Lähden, St. Martinus Lahn, St. Antonius Vinnen und St. Marien Wachtum, wurde Anne Fischer als Gemeindereferentin mit einem Festgottesdienst verabschiedet. Sie übernimmt die Aufgabe als Gemeindereferentin mit dem Projekt „Pastorale Koordination“ in der Pfarreiengemeinschaft Meppen-Esterfeld, Rühle und Fullen/Versen.

 

Die Bannerabordnungen, Gruppenleiter des Ferienlagers Holte-Lastrup-Herßum und zahlreiche Gemeindemitglieder feierten zusammen mit Pfarrer Andreas Bleise und der scheidenden Gemeindereferentin Anne Fischer und ihrer Familie den feierlichen Abschiedsgottesdienst in der Holter St.-Clemens-Pfarrkirche. Ein eigens für die Verabschiedungsfeier von Kerstin Blankmann zusammengestellter Projekt-Chor übernahm die musikalische Umrahmung.

 

Erstkommunion, Firmung, Jugendarbeit, Ferienlager, Messdienerausbildung und Messdienerfreizeiten, KFD-Arbeit, Schulgottesdienste und Sternsingeraktionen in den einzelnen Gemeinden seien nur ein Teil der vielfältigen Aufgaben, bei denen Anne Fischer immer wieder aktiv in der Pfarreiengemeinschaft war, erklärte Bleise. Dabei sei sie auch – getreu ihrem Hausnamen – Menschenfischerin gewesen.

 

Als eine „gute Ansprechpartnerin für alle Gemeinden“ lobte Anita Feldmann im Namen aller Pfarrgemeinderäte die Arbeit von Anne Fischer. Besonders ihre Leistungen für das Ferienlager der St.-Clemens-Gemeinde Holte-Lastrup hob Feldmann hervor. Viele Dinge wurden angestoßen und bleiben als fester Bestandteil des Gemeindelebens.

 

Sichtlich bewegt nahm Fischer zum Abschluss das Abschiedsgeschenk – zwei Porzellanengel – entgegen. In Anlehnung an Hermann Hesses Zitat „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, stellte Fischer fest, dass auch „jedem Abschied ein Zauber innewohnt“. Sie habe bei den Übergaben der Aufgaben in den letzten Wochen viel Anerkennung und Dankbarkeit gespürt. Es sei schön zu erleben, dass, was gemeinsam angefangen wurde, auch jetzt weiter erfolgreich bestehen bleibe. Fischer dankte allen, mit denen sie in den letzten dreizehn Jahren zusammenarbeiten durfte. Die Erfahrungen aus Holte-Lastrup bilden ein gutes Fundament für meine zukünftige Arbeit“, dankte sie der Gemeinde.

 

Die 53-jährige Gemeindereferentin machte 1984 ihr Abitur am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne. Danach studierte sie Religionspädagogik in Hildesheim. Nach einem Jahr Auslandsaufenthalt in Südamerika machte sie 1989 ihr Anerkennungsjahr in der Gemeinde St. Hildegard Bremen. Danach begann sie ihre erste Stelle in der St.-Annen-Gemeinde in Riemsloh. Von 1993 bis 1995 studierte sie auf Lehramt und machte nach der Familienphase im Jahr 2001 einen Wiedereinstieg als Gemeindereferentin in der Pfarrgemeinde St. Clemens Holte-Lastrup, die im Jahr 2008 in die Pfarreiengemeinschaft Miteinander aufgenommen wurde. Die neue Aufgabe als Gemeindereferentin mit dem Projekt „Pastorale Koordination“ macht sie gleichsam zur „rechten Hand“ des verantwortlichen Pfarrers der Kirchengemeinde.

 

Im Anschluss an dem Gottesdienst nutzten die Gemeindemitglieder die Gelegenheit, sich von Anne Fischer zu verabschieden.


01.09.2014

Altarbild nach 60 Jahren zurück in Holter Kirche

(Pressebericht, Meppener Tagespost)

Text & Fotos:   Elfriede Diers

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Dank einer Spende von 4.500 Euro der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Volksbank Haselünne konnte ein 240 x 160 Zentimeter großes Altarbild, das von etwa 1870 bis 1954 seinen Platz im Hochaltar der Holter Pfarrkirche St. Clemens hatte, in zwei Jahren aufwendig restauriert werden.

Ein Ausschnitt aus dem restaurierten Altarbild, das bis 1954 den Hochaltar zierte, hat jetzt einen würdigen Platz im Altarraum gefunden. Zudem wurden mit der Spende die Schäden an einer Hostienschale mit Deckel der Kapellengemeinde St. Johannes in Ahmsen beseitigt.

 

Den symbolischen Scheck der VR-Stiftung und der Volksbank Haselünne für die Restaurierungskosten übergaben Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, sowie Gerhard Husmann, Vorstandsmitglied der Volksbank Haselünne, und Bereichsleiter Bernd Abeln an Pfarrer Andreas Bleise. Zur Scheckübergabe erschienen waren auch der Restaurator Horst Icks aus Bramsche, Küster Bernd Rohe und Tischlermeister Georg Völker, der den neuen Holzrahmen des Bildes anfertigte.

 

Gemeinsame Freude ist doppelte Freude bei der Scheckübergabe in der Holte Kirche (v. l.): Küster Bernd Rohe, Harald Lesch, Horst Icks, Georg Völker, Andreas Bleise, Gerhard Husmann und Bernd Abeln.

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Das Gemälde hatte nach der Entfernung aus dem Hochaltar, gefaltet auf eine Größe von 70 x 70 Zentimeter, im Holter Pfarrhaus gelegen. Durch die Faltung hat das Bild im Laufe der Jahre starke Schäden erlitten. „Die Restaurierung hat sich schwierig gestaltet“, erklärte Icks, der schon in mehreren Kirchen des Emslandes als Restaurator gefragt war. „Schwierig deshalb, weil das Bild über Jahre ohne jede Spannung und klimatisch vernachlässigt gelagert wurde.“ Dadurch sei die Leinwand spröde geworden, und Malschichten hätten sich bereits abgehoben.

 

„Wir freuen uns besonders, dass wir gemeinsam mit unserer VR-Stiftung diese Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahme unterstützen können“, unterstrich Harald Lesch das Engagement der VR-Stiftung und der Volks- und Raiffeisenbanken. Man setze sich als Finanzdienstleister der Region aktiv für kulturelle und soziale Projekte sowie Maßnahmen ein. In jedem Jahr fördere die Stiftung rund 160 Projekte in Norddeutschland, davon allein 60 im Weser-Ems-Gebiet.

 

Pfarrer Andreas Bleise dankte der VR-Stiftung für die unproblematische Bewilligung der Spende, „ohne die wir die Restaurierung nicht hätten durchführen können“.


27.07.2014

Pater Davis als Seelsorger begrüßt

Text & Foto:  Helmut Diers

Begrüssung P. Davis

Eine Woche nach der Verabschiedung des Maristenpaters Benedikt Wulf als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“ in den Ruhestand konnte Pfarrer Andreas Bleise in einem Gottesdienst in der Holter St. Clemens-Kirche und einem Empfang im Pfarrheim den indischen Franziskanerpater Davis Kalookaran als Priester und Seelsorger des katholischen Gemeindenverbundes Lähden, Holte-Lastrup, Ahmsen, Vinnen, Wachtum und Lahn einführen. Davis, der schon seit dem 13. Mai in Ahmsen wohnt, tritt offiziell zum 1. August seine seelsorgerische Tätigkeit in der Pfarreiengemeinschaft an.

 

Im Gottesdienst, den der Kirchenchor Wachtum mitgestaltete, hieß Bleise den im Mai 1950 in Südwestindien geborenen Franziskanerpater im Beisein seiner Ordensbrüder Pater Dominic Vadakarakalayil und Pater Francis Kaviyil von der indischen Missionszentrale der Franziskaner in Bonn willkommen. In der Predigt schilderte Pater Davis seinen Werdegang bis zu seinem Eintreffen im Mai in Deutschland. Er stammt aus einer christlichen Großfamilie mit acht Kindern im indischen Bundesland Kerala. Drei seiner Schwestern gehören als Nonnen dem Orden der Karmelitinnen an. „Ich bin überzeugt, dass wir von Franziskus lernen können, wie wir mit der Schöpfung und der Natur umzugehen haben.“

 

Dass sich Pater Davis sehr für die Natur und deren Bewahrung interessiert, bestätigte Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. „Als ich bei einer Gemeinderundreise mit Pater Davis unterwegs war, hat er nicht genug über die regenerative Energiegewinnung erfahren können“.

Nach seiner Priesterweihe am 4. März 1978 war Davis in verschiedenen Gemeinden in den Missionsgebieten der Franziskaner im Einsatz, unter anderem auch von 1992 bis 2001 in der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn. Seine ersten Eindrücke von den Gemeinden auf dem Hümmling seien, dass „hier alles hoch technisiert ist, während es in Indien noch viel Handarbeit“ gebe.

 

Ingrid Oldhaus, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Lähden, hieß Davis im Namen der Pfarrgemeinderäte der Pfarreiengemeinschaft willkommen und versprach: „Keine Sorge, ich bin sicher, dass alle Gremien und Gemeindemitglieder Sie gerne unterstützen und Ihnen hilfreich zur Seite stehen“.


20.07.2014

Pater Wulf verlässt Pfarreiengemeinschaft

Text & Foto:  Helmut Diers

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Maristenpater Benedikt Wulf verlässt nach 19 Jahren priesterlichen Wirkens in den Gemeinden und Pfarreien Lahn, Ahmsen, Vinnen, Wachtum, Lähden und Holte-Lastrup die Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“. Mit einem bewegenden Gottesdienst und Empfang bei hochsommerlichem Wetter auf der Waldbühne Ahmsen am Samstagabend feierte Pater Benedikt Wulf mit rund 700 Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft seinen Abschied in den Ruhestand.

 

Pastor Andreas Bleise (Holte-Lastrup) konnte eingangs der Vorabendmesse auf der Waldbühne zahlreiche Bannerabordnungen aus der Pfarreiengemeinschaft, die Chöre der einzelnen Mitgliedsgemeinden, die Musikvereine Vinnen und Ahmsen, die Pfarrgemeinderäte und Vertreter der Vereine und der politischen Gremien sowie die Maristenpatres Alois Greiler, Pater Dominic und den stellvertretenden Dechanten für das Dekanat Emsland-Nord, Pfarrer Francis Sanjeewi aus Lathen begrüßen.

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Pater Benedikt Wulf wird seinen Ruhestand im Maristenkloster in Meppen antreten. In der Einführung zur Feier der Heiligen Messe hieß es, dass „Gott Menschen braucht, die seine Botschaft weitertragen und seine Liebe bezeugen. Wie er durch Jesus von Nazareth einst Menschen angesprochen und berufen hat, so hat er vor vielen Jahren auch Pater Wulf angesprochen und berufen“. Zum Abschluss der Messfeier betete die Gemeinde deshalb auch: „Wir danken dir heute besonders für den Dienst von Pater Wulf.“

 

In der Predigt bezeichnete Pastor Bleise Wulf als „Leutepriester“, der ein hohes Ansehen in der Pfarreiengemeinschaft genießt und durch seine Präsenz bei den verschiedensten Anlässen wie Gottesdiensten, Andachten, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, aber auch als Dirigent des Musikvereins Ahmsen bei Schützenfesten und Jubiläen eine bleibende Erinnerung hinterlässt.

 

Ein besonderer Schwerpunkt des Maristenpaters seien die Hausbesuche bei den Gemeindemitgliedern gewesen. Bleise rief Wulf, der am 23. Juni 1970 in Meppen zum Priester geweiht wurde, zu: „Benedikt – du bist ein Gesegneter und spendest Segen! Als Priester warst du fast 20 Jahre in unserer Mitte für uns ein Segen. Dafür danken wir dir!“ Vor 16 Monaten sei Papst Benedikt XVI in den Ruhestand gegangen. Damals sei er fast 86 Jahre alt gewesen. Er habe gesagt, er höre nicht auf zu arbeiten, sondern werde seine Tätigkeit im Gebet im Verborgenen fortsetzen. „Du bist jetzt bald 74 Jahre. Da hast du noch zwölf Jahre Zeit in die Verborgenheit zu gehen. Solange bist du auf jeden Fall bei uns in der Hümmling Heimat willkommen“.

 

„Sie sind für uns zu einem Menschenfischer geworden. Sie haben die Menschen da gesucht, wo sie sich aufhalten“, dankten Vertreterinnen der Pfarrgemeinderäte und Vereine Pater Wulf für seine segensreiche Arbeit und überreichten dem „Fußballfan“ eine „Stola“ (Fanschal des SV Meppen) als äußeres Zeichen des Dankes. „Wir werden sie sehr vermissen“. Den Dank der politischen Gremien überbrachten Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. „Durch deine freundliche und verbindliche Art hast du uns viel Freude bereitet“, lobte er den „Ruheständler“. Das tat auch der stellvertretende Dechant Francis Sanjeewi. „Du hast ein Stück Licht in das Dunkel der Welt gebracht“.

 

Pater Greiler stellte in seinen Dankesworten heraus, dass Wulf „nie sich selbst ins Zentrum gestellt hat. Es war ihm die Nähe der Menschen wichtig. Seine Bescheidenheit zeichnet ihn aus“. Benedikt Wulf, nie ein Mann der großen Worte, fiel der Abschied aus der Pfarreiengemeinschaft sichtlich schwer. Er dankte allen, mit denen er in den 19 Jahren zu tun hatte, und sagte: „Ich bin 19 Jahre gern hier gewesen. Ich wünsche mir ein Wiedersehen“.

 

Fotos von dieser Abschiedsfeier gibt es im zugehörigen Fotoalbum zu sehen.


25.04.2014

Begegnungen in Simbabwe

Bericht von Johanna Merkt zu einer Simbabwe-Reise vom 10. bis 25. April 2014

 

heute so, morgen so…..

Anlass großer Freude und Dankbarkeit
morgen: Auslöser tiefen Ekels und Verachtung

Was soll das heißen: ein Dollar heute so und morgen ganz anders? Heute frohmachend und morgen ekelerregend - „ Pfui-Teufel-Rufe auslösend“? Lasst mich erzählen:
In diesem Jahr sind Karin Wilbs und ich nach Zimbabwe geflogen zu einer Woche Einzelexerzitien im Peter Faber Centre in Harare; zusammen mit Menschen aus Simbabwe (einige sind GCLer), begleitet von Konrad Landsberg SJ.
Einer Woche der Begegnung mit Menschen: alt und jung, arm und reich, im Slum und in der Luxusvilla, im Waisenhaus und in der Leprastation.
insgesamt einer intensiven Zeit der Auseinandersetzung: mit Gott, einem wunderschönen, aber leider ausgebluteten Land, Menschen mit aufrichtiger Würde trotz bitterster Armut oder Bedrohung für Leib und Leben als politisch Verfolgte.

 

Klar, dass ich über die Exerzitien hier nicht viel schreiben möchte. Aber dies: Das Besondere sind wieder die Liturgiefeiern. In ihrer Schlichtheit gewinnen sie eine tief beeindruckende Dichte. Da werden für die Auferstehungsfeier zum Beispiel nicht schweißtreibende Vorbereitungen betätigt. Blüten für den Altar und die Osterkerze sind rasch gesammelt; das Osterfeuer in tiefdunkler Nacht unter funkelndem Sternenmeer schenkt andächtige Stille. Der Schwerpunkt liegt auf der Botschaft, der frohen. In diesem Jahr besonders unter dem Aspekt: Worin liegt der Unterschied am Glauben an die Person Jesu zu dessen Lebzeiten und im Glauben an Jesus nach der Auferstehung?

 

Die Begegnungen mit Menschen aus Simbabwe sind so unterschiedlich, auch so widersprüchlich. Alle aber intensiv und berührend. Nicht nur, weil wir durchweg das Gefühl haben, mehr als willkommen zu sein. Unser Kommen wird als Wertschätzung erfahren – die Menschen fühlen sich gesehen, ja gewürdigt. Der Besuch alter Menschen im Slum zeigt uns das am deutlichsten. Da klärt sich in ärmster Behausung, angesichts verlumpter Kleidung und schwärzester Füße plötzlich der Blick – das Äußere tritt für einen Moment völlig in den Hintergrund. Echtes Interesse aneinander ist da; der Ernst echter Begegnung trifft mitten ins Herz.

 

Bei den Reichen dauert es einen Moment, bis zumindest ich zu einer offenen Begegnung fähig bin. Zu krass ist der Unterschied zwischen den armen Hütten und Plastikzelten im Slum zum Leben so mancher GCL-erInnen in Simbabwe, die überwiegend der Oberschicht angehören. Materiell sind sie bestens ausgestattet. Die Taufe von Anotidaishe, dem Sohn von Elizabeth und Abel, ist ein großes Fest mit Barbecue in schöner Lounge. Es ist schön, dort sein zu dürfen; wir erfahren herzliche Gastfreundschaft. Trotzdem will sich mein Kloß im Hals nicht so recht auflösen. Das geschieht von alleine, als Abel erzählt. Er arbeitet als Rechtsanwalt für Human Rights Watch und ist der Regierung schon allein deshalb verdächtig. Sich für Gerechtigkeit einzusetzen ist gefährlich. Schon einmal hat Abel eine Haft überstanden. Die Gefahr verschleppt zu werden ist konkret und der Familie stets bewusst.

 

Und dann das Staunen: Die persönliche Bedrohung und der Reichtum stumpfen Elizabeth und Abel nicht ab. Sie sind es, die uns ins circa 300 km entfernte Leprazentrum und ins Waisenhaus der „Mother of Peace“ mitnehmen. Der Kofferraum ist voll mit Kleidern und Lebensmitteln. Nur zufällig und nebenbei bekommen wir mit, dass seit Jahren ein wohl kontinuierlicher Kontakt besteht und die beiden helfend da sind. Da meldet sich der Kloß im Hals wieder – dieses Mal aus Scham über meine Vorbehalte.

 

Und nun zum 1 $, heute so – morgen so: Am Tag vor unserer Abreise besuchten wir zusammen mit Leo, einem Mitarbeiter des Silveira Centres, alte Menschen in einem Slum ganz in der Nähe. Leo hatte uns geraten, jeweils 1 $ zu geben. Wahrscheinlich muss ich jetzt nicht ausführen, wie ich mich bei der Freude über einen so kleinen Betrag fühle? Was ist 1 $ bei uns schon wert? Den gebe ich zu Hause mit links aus. Hier aber leuchten die Augen auf: wie schön! Endlich kann ich mir wieder Seife kaufen, oder ein Stückchen Fleisch…..Wie wertvoll ist doch dieser 1 $!!

 

Hier! Heute! Denn morgen schon der Kontrast: auf dem Rückflug Zwischenlandung in Dubai. Mit diesem gestern so wertvollen Dollar können wir hier nichts kaufen. Kein Geschäft nimmt dieses Geld an, weil es so schmutzig ist. Den Verkäufern ist es teilweise peinlich: „Bitte entschuldigen Sie, aber die Bank nimmt diese schmutzigen Scheine nicht an!“ Dieser eine Dollar ist hier eklig und völlig wertlos.

Wie ver-rückt ist unsere Welt!

 

Karin und ich werden im nächsten Jahr wieder zur Karwoche hinfliegen. Ob wohl jemand mitkommen möchte? Wir geben gerne Auskunft!


16.05.2014

Neuer indischer Franziskanerkonvent in Ahmsen

 

Mit der Ankunft der drei indischen Franziskaner P. Davis (63 Jahre), P. Baikim (34) und P. Vijay (32) kehrte am 13. Mai 2014 in das vormalige Maristenkloster Ahmsen neben dem Exerzitienhaus Ahmsen wieder geistliches Leben ein.

 

Auf dem Foto von links: P. Vijay, P. Davis und P. Baikim

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28.02.2014

Abschied von den Patres in Ahmsen

Text & Fotos:  Martin Reinholz

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Weit über die Grenzen des Hümmlings und Emslandes hinaus ist der beschauliche Ort Ahmsen bekannt durch seine Waldbühne und sein Kloster. Seit 1923 hatten Patres und Brüder der Maristen ein Zuhause in Ahmsen. Über die Jahrzehnte hinweg waren sie eng mit der Bevölkerung Ahmsens und den benachbarten Orten verbunden.

Zahlreiche Ahmsener wurden von den Patres getauft, zur Kommunion geführt, getraut und schließlich mit den Sterbesakramenten versehen. Und auch die Brüder der Maristen gewannen im Ort immer schnell hohe Anerkennung, da sie sich nicht nur bei der Waldbühne Ahmsen im Ort engagierten.

 

Nach 91 Jahren nahmen die letzten vier Ordensbrüder nun ihren Abschied. Der Orden hat sich dazu entschlossen, aufgrund des mangelnden Nachwuchses das Kloster in Ahmsen aufzugeben. Die Maristenpatres Rudolf Bleischwitz, Rudolf Wenk und Benedikt Wulf ziehen in das Maristenkloster nach Meppen. Pater Alois Dreyer ist noch als Seelsorger im Hümmling-Krankenhaus in Sögel tätig und wird dort vorerst seine Wohnung behalten.

 

Gemeinsam zelebrierten Pater Bleischwitz, Pater Dreyer, Pater Alois Greiler, Regional-Superior der Maristen, Pater Wulf und Theo Paul, Generalvikar des Bistums Osnabrück, das Festhochamt zur Verabschiedung der Maristen in der Ahmsener Kirche (Foto oben, von links). Generalvikar Theo Paul, zog darin in seiner Predigt eine Parallele zu Xavier Beauvois’ Film „Menschen und Götter“. Der Film erzählt die Geschichte von neun französischen Trappistenmönchen, die in Algerien in einem Kloster leben. Sie lebten in dem Dorf, nicht um die Dorfbevölkerung zu missionieren, sondern nur, um da zu sein. Die Krankenstation ist für die Bevölkerung eine große Hilfe, und die Mönche stehen den Menschen im Bürgerkrieg nahe. So sei es auch den Maristen in Ahmsen gegangen. In den neun Jahrzehnten hätten die Maristen in Ahmsen deutlich gemacht, dass Gott menschlich sein möchte.

 

„Bleiben Sie beim Wort Gottes, auch wenn die Patres nicht mehr da sind“, sagte Paul an die Adresse der Ahmsener Bürger. Der Generalvikar, der nach eigenem Bekunden „gute Augenblicke“ in Ahmsen erleben durfte, dankte den Ahmsenern im Namen des Osnabrücker Bischofs für die Zeit der Maristen in dem „friedlichem Ort“ auf dem Hümmling.

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Nach dem Gottesdienst bot der Musikverein Ahmsen den Maristen einige Musikstücke dar. Pater Wulf ist dort seit vielen Jahren Spielleiter.

Andreas Bleise, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Miteinander, zu der die Kirchengemeinden Ahmsen, Holte-Lastrup, Lähden, Lahn, Vinnen und Wachtum gehören, dankte dem Bistum Osnabrück für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit und dafür, dass für das Exerzitienhaus und das Kloster eine Nachfolgenutzung gefunden wurde.

 

Der Dechant des Dekanates Emsland-Nord, Alfons Thörner, bezeichnete das Wirken der Maristen als ein „starkes Stück gelebten Glaubens“. Neun Jahrzehnte konnten die Menschen auf dem Hümmling und im Emsland mit den Maristen „gute Erfahrungen“ sammeln.

„Ihr werdet uns fehlen“, gestand Lähdens Bürgermeister Bernhard van der Ahe. Er erinnerte an die Gründung der Waldbühne Ahmsen durch Pater Ewald Schürmann. Die Maristen waren „fester Bestandteil der Gemeinde Lähden“, betonte van der Ahe. Er lobte den engen Kontakt zwischen Kloster und Gemeinde.

 

Mit den Worten „hoffentlich wird uns nicht der Baum genommen, in dem wir nisten können“, drückte der Sprecher des Pfarrgemeinderates und des Kapellenvorstandes Ahmsen, Christoph Deters, die Traurigkeit des Ortes über den Fortgang der Maristen aus. „Vier Generationen in Ahmsen sind durch die Maristen geprägt“, machte Deters deutlich. Das Kloster und das damalige Haus der Begegnung waren für die Ahmsener Zufluchtsort für eine Familie nach einem Hausbrand und Bibliothek für alle Dorfbewohner.

 

Kleines Gymnasium

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sogar in Ahmsen ein gymnasialer Zweig unterrichtet, später noch Lateinunterricht gegeben und ein Ökohof geführt. Deters dankte allen Patres und Brüdern der Maristen, die in Ahmsen waren. „Ihr wart Menschen zum Anpacken und habt euer Leben mit uns Ahmsenern geteilt“, erklärte Deters. Als Dankeschön überreichte er den Maristen einen dicken Bildband mit Bildern und Beiträgen der einzelnen Familien aus Ahmsen. Ein weiterer Band des Buches werde in der Ahmsener Bücherei stehen, erklärte er.

 

Der Regional Superior der Maristen in Passau, Pater Alois Greiler, der selbst viele Jahre in Ahmsen tätig war, dankte den Ahmsenern für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit. „Alles, was ich kann, habe ich auf dem Hümmling, habe ich bei euch gelernt“, erklärte der Marist.