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2009 und älter


07.09.2009

Seit 500 Jahren rufen die Glocken der St.-Clemens-Kirche zum Gebet (Pressebericht)

Text & Foto:  Willy Rave

500Jahre-Glocken-StClemens-Kirche_2009

Doppelten Grund, sich zu freuen und zu feiern, hatte am Sonntag die Pfarrfamilie Holte-Lastrup. Seit 500 Jahren rufen die drei Glocken ihrer St.- Clemens-Kirche regelmäßig zum Gebet und zum Besuch der Gottesdienste. Und der im Umfeld des Gotteshauses angelegte Kreuzweg ist wieder komplett.


Die beiden Glocken „Maria Mutter der Gnade“ und „Maria unsere Mutter“ wurden im Jahre 1509 gegossen. Ihre Namen zeugen davon, dass die Verehrung der Gottesmutter in der St.-Clemens-Gemeinde schon immer einen hohen Stellenwert eingenommen hat. Die auf die Zweitpatronin des Gotteshauses geweihte Glocke „Katharina“ ist sogar noch älter als ihre beiden „Geschwister“: Sie stammt aus dem Jahre 1348. Alle drei Klangkörper, so erklärte der Bischöfliche Beauftragte für Kirchenmusik, Pfarrer Franz-Josef Rahe, zählen zu den ältesten im Emsland; die Katharinenglocke sogar zu den ältesten in Norddeutschland.

 

Während der vom Kirchenchor mitgestalteten Festandacht lauschten die zahlreich in der Kirche versammelten Gläubigen mit besonderer Andacht dem Klang der drei Glocken. Der Mensch greife zu klingenden Instrumenten, um seinen Glauben an Gott in möglichst ganzer Fülle erfassen zu können, sagte Rahe in seiner Predigt. Die Glocke nehme dabei unter den Musikinstrumenten eine Sonderrolle ein: Sie begleite den Menschen von der Wiege bis zur Bahre. Und schon in Urzeiten hätten die Menschen eine geheimnisvolle Entsprechung zwischen dem Glockenklang und der Weitergabe des Glaubens gesehen.

 

Nach der festlichen Andacht segnete Pfarrer Rahe den sanierten, komplettierten und um die Station „Auferstehung“ erweiterten Kreuzweg. Die ursprünglich 14 Stationen, so Pfarrer Andreas Bleise, seien um 1890 aus Baumberger und Ibbenbürener Sandstein gefertigt und sieben Bildnisse während des letzten Weltkrieges zerstört worden. Die verbliebenen hätten dringend einer Überarbeitung bedurft.

 

Experten machten von einem ähnlichen Kreuzweg in Freren Abdrücke und konnten somit die „Lücken“ wieder schließen. Nach der Sanierung hat der Kreuzweg einen neuen Standort erhalten: Er beginnt auf dem Kirchplatz und führt zum nahen Friedhof. Pfarrer Andreas Bleise: „Damit wird symbolisiert, dass auch unser irdischer Lebensweg durch Schmerz und Tod, aber auch durch die Hoffnung auf ewige Seligkeit bei Gott im Himmel gekennzeichnet ist.“

 

Verschiedene Gruppen hatten jeweils eine Station nach ihren Ideen geschmückt. Wie Ingenieur Richard Gertken vom Büro für Landesplanung erklärte, sind für die Neugestaltung des Kreuzweges Kosten in Höhe von rund 65000 Euro angefallen. Sie wurden von einzelnen Spendern sowie mit Mitteln des Landkreises Emsland und der Kirchengemeinde gedeckt. Der für 75000 Euro erstellte neue Parkplatz vor dem Haupteingang der Kirche ist mit Zuschüssen der Behörde für Geoinformation, Landesplanung und Liegenschaften (GLL) finanziert worden.

 

Pfarrer Bleise dankte allen Geldgebern und Förderern, darunter die Gemeinde Lähden und die Schützenvereine Holte, Lastrup und Herßum. Stellvertretend für die vielen engagierten Helfer nannte er Josef Brümmer. Bis zum 14. September beten Vereine und Gruppen, Senioren und Kinder täglich wechselnd den Kreuzweg. Am 15. September endet die Festwoche mit einer Wallfahrt nach Heede.


13.07.2009

Holter Kreuzweg wird saniert (Pressebericht)

Text & Foto:  Willy Rave 

Holter-Kreuzweg_2009

Der um die Zeit von 1890 entstandene und rund um die Holter St.-Clemens-Kirche angelegte Kreuzweg mit seinen ursprünglich 14 Stationen wird derzeit saniert, um die fehlenden sieben Bildstöcke wieder ergänzt und eine zusätzliche 15. Station mit der Darstellung der Auferstehung Jesu erhalten.

 

Zurzeit sind Kunsthandwerker der Spezialfirma „Böddeker und Schlichting“ aus Paderborn damit beschäftigt, die sieben vorhandenen Kreuzwegstationshäuschen und die Reliefs, welche den Leidensweg Christi und seine Kreuzigung darstellen, zu renovieren. Die Fachleute haben von den fehlenden Stationsbildern passgenaue Gips-Duplikate des ähnlichen alten Kreuzweges in Freren abgenommen, um danach die fehlenden Darstellungen aus Baumberger Sandstein zu fertigen.


Neu geschaffen wird die 15. Station: Sie wird die Auferstehung Jesu „ins Bild setzen“. Der Kreuzweg wird einen neuen Verlauf nehmen: auf dem Kirchplatz beginnen und auf dem Gräberfeld des neuen Friedhofes enden. „So wird uns mit dem Leiden, Sterben und derAuferstehung Jesu bildhaft vor Augen geführt, dass auch unser irdischer Weg zwar durch Schmerz und Tod, aber auch durch die Hoffnung auf die ewige Seligkeit bei Gott geprägt ist“, erklärte Pfarrer Andreas Bleise den „neuen“ Holter Kreuzweg.


Die Pläne für die Anlage entstanden im Ingenieurbüro von Richard Gertken. Die Gesamtinvestition für den sanierten und ergänzten Kreuzweg bezifferte der Pfarrer mit insgesamt rund 69000 Euro. Jede neue Station werde etwa 6500 Euro kosten. Allerdings, so fügte er hinzu, seien bereits Spenden eingegangen. Von der politischen Gemeinde Lähden dürfe man einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro und vom Landkreis Emsland 2500 Euro erwarten.


27.04.09 

Pfarreiengemeinschaft "Miteinander" hat neues Logo

Logo Pg-Miteinander mit Kirchengemeinden

Ein Baum mit sechs Blättern, der aus einer Hand aufwächst. Die aus sechs Kirchengemeinden - Ahmsen, Lahn, Holte-Lastrup, Lähden und Vinnen - gebildete Pfarreiengemeinschaft "Miteinander" stellt sich mit einem neuen Logo dar.

 

Unter dem Titel "Über eigenen Kirchturm hinausschauen - Pfarreiengemeinschaft "Miteinander" hat ein neues Logo" berichtete auch die Emszeitung in ihrer Ausgabe vom Freitag, den 17. April 2009 darüber.

 

Dieser Zeitungsartikel kann hier nachgelesen werden:   Bericht Emszeitung


04.10.2007  Pilgerstäbe für die Mitglieder des pastoralen Teams

Den Tag der Deutschen Einheit hatte sich die neue Pfarreiengemeinschaft St. Clemens Holte-Lastrup, St. Johannes Ahmsen, St. Marien Lähden, St. Martinus Lahn, Mariä Himmelfahrt Wachtum und St. Antonius Vinnen für die Feier ihrer Gründung und die offizielle Einsetzung des pastoralen Teams gewählt.


Ein imposantes Bild, als vor zahlreichen Gläubigen aus den sechs Gemeinden Priester, Ministranten und Bannerabordnungen zur Bühne zogen, wo die Chöre aus den einzelnen Kirchengemeinden und der Musikverein Wachtum bereits Aufstellung genommen hatten. Vertreter der sechs Pfarrfamilien, die insgesamt rund 5300 Mitglieder zählen, setzten ein großes Puzzle mit den "Bauteilen" ihrer jeweiligen Pfarrei zusammen.

 

Dechant Alfons Thörner bezeichnete das Thema des Hochamtes "Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit" als eine "von Gott geschenkte beruhigende Zusage", auf die man bauen könne. Eine Antwort auf die Frage, wohin der Weg führe, gebe das Motto des nächsten Katholikentages "Du führst uns ins Weite". Der Prediger lenkte den Blick auf das Tagesevangelium, in dem es um die Einheit aller gehe, die an Christus glauben. Wenn Jesus darum bete, dass alle eins seien, spreche er damit auch für die Zukunft der neuen Pfarreiengemeinschaft, fügte der Dechant hinzu. Er verglich die gewünschte Zusammenarbeit in dieser Gemeinschaft mit dem Zusammenspiel der Mitglieder der Waldbühne: "Ohne gemeinsame Proben und Absprachen, ohne den Fleiß des Einzelnen und das mutige Einbringen der persönlichen Talente gibt es kein gutes Gesamtergebnis." Und: "Teilen statt für sich allein behalten, Nachbarschaftshilfe im Glaubensleben - das könnte die Richtung angeben."

 

Thörner rief die Gläubigen auf, viele Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen. Das "Haus der Begegnung" der Maristen, denen man in und um Ahmsen viel verdanke, biete dazu eine großartige Hilfe. Wo Menschen sich einander nicht mehr mitteilten, verstumme die Seele und schwinde das Vertrauen, sagte er: "Schlimmer als der Mangel an Priestern ist für die Kirche der Glaubens- und Vertrauensschwund."

 

Jedes Mitglied des pastoralen Teams, dem neben Pfarrer Andreas Bleise die Priester zur Mitarbeit Pater Mani Kuzhikandathil und Maristenpater Benedikt Wulf sowie die beiden Gemeindereferentinnen Hildegard Meyer und Anne Fischer angehören, erhielt einen kleinen Pilgerstab. Man hoffe, noch einen weiteren Maristenpater aufnehmen zu können, sagte Pfarrer Bleise. Ihn erfülle mit Blick auf die Zukunft ein von großem Gottvertrauen geprägter Optimismus. "Miteinander und Füreinander" laute in der neuen Gemeinschaft die Devise, unterstrich die Sprecherin der sechs Gemeinden, Anneliese Austrup. Segenswünsche für ein gutes ökumenisches Klima sprachen die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Löningen, Herzlake und Werlte der neuen Pfarreiengemeinschaft zu. Für die politischen Gemeinden wünschte Alfons Winkeler die Fortsetzung der fruchtbaren Zusammenarbeit. Rektor Helmut Diers überreichte dem pastoralen Team einen großen Schlüssel mit dem Wunsch, "sich Zugang zu den Schulen und allen anderen Einrichtungen und besonders zu den Herzen der Menschen zu verschaffen".


26.08.2007   Pfarrer von fünf Gemeinden

Pfarrer Andreas Bleise, Seelsorger der Kirchengemeinden St. Clemens Holte-Lastrup und St. Marien Lähden, sind vom Bischof drei weitere Pfarrereien übertragen worden.

 

Am 1. Oktober wird der 39-jährige Priester die Nachfolge von Maristenpater Günther Koller in den Kirchengemeinden Mariä Himmelfahrt Löningen-Wachtum, St. Antonius Vinnen und St. Martinus Lahn antreten. Pater Koller, der Anfang dieses Jahres seine Arbeit im Gemeindeverbund als Nachfolger seines Ordensbruders P. Alois Greiler aufgenommen hatte, musste aus gesundheitlichen Gründen um die Entpflichtung bitten.


Andreas Bleise wurde 1968 in Langen im Altkreis Lingen geboren. Die Priesterweihe empfing er im Jahr 1995. Im Jahr 2002 wurde er Pfarrer der Kirchengemeinde Lähden. Ein Jahr später übernahm er nach dem plötzlichen Tod von Pfarrer Bruno Glowatzki zusätzlich die Pfarrstelle im benachbarten Holte. Die fünf Gemeinden, für die er ab Oktober zuständig sein wird, gehören zum neuen Dekanat Emsland-Nord.


03.06.2007  Großer Bahnhof für Bischof Franz-Josef Bode

Bischof Franz-Josef Bode hat im Rahmen seiner Visitations- und Firmungsreise im Altdekanat Hümmling am Wochenende die Kirchengemeinden St. Clemens Holte-Lastrup und St. Marien Lähden besucht. Beide Pfarrfamilien entboten dem Oberhirten ein herzliches Willkommen.


Unser Foto zeigt die Begegnung nach dem Pontifikalamt in Holte, wo – wie in Lähden – der Musikverein und die Kindergartenkinder, die Firmlinge und die Kommunionkinder jeweils einen „großen Bahnhof“ vorbereitet hatten. Abordnungen der Verbände überreichten ein eigens mit Informationen aus dem Vereinsleben gestaltetes Buch.

 

Bischof Dr. Bode besucht bis zum 28. Juni alle 25 Kirchengemeinden des Hümmlings und nimmt sich dabei viel Zeit für Gespräche. In allen Pfarreien stehen Zusammenkünfte mit den Firmlingen, Katecheten, Gemeindemitgliedern und Gremien, Priestern und hauptamtlichen Mitarbeitern auf dem umfangreichen Programm. Das Bild zeigt rechts zudem die beiden Seelsorger von Holte-Lastrup und Lähden Pfarrer Andreas Bleise und Pater Mani.

(Fotos leider nicht mehr verfügbar)


30.08.2006   2500 Arbeitsstunden

Ein neues Gesicht hat nach umfangreichen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen der von der Kirchengemeinde St. Clemens Holte-Lastrup "getragene" Friedhof erhalten. Am Sonntag findet um 15 Uhr aus Anlass des Abschlusses der Arbeiten eine Andacht mit der Segnung der neuen Mariengrotte statt.


Überlegungen, die vor 120 Jahren in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche angelegte Gräberanlage neu zu gestalten, gab es seit geraumer Zeit, zumal das im Jahr 1982 angelegte Grabstättenfeld in absehbarer Zeit belegt sein wird. Dabei hatte man das Ingenieurbüro für Freiraumplanung Udo Hollemann zurate gezogen. Nach dessen Plänen ist das gesamte Wegenetz saniert und weitere Hauptwege neu gepflastert worden. Eine "neue Optik" haben auch der Eingangsbereich und die Fläche um das große Kreuz erhalten. Sämtliche Wasserleitungen sind überholt und weitere "Zapfstellen" angelegt worden. Zudem wurden ein Geräteschuppen, eine Sammelstelle für Abfall sowie eine kleine Mariengrotte von Bürgern aus Holte-Lastrup entworfen und gebaut. In ihr steht eine ein Meter große in der Werkstatt Pferdmenges in Kevelaer aus Lindenholz geschnitzte Statue der Heeder Madonna "Königin des Weltalls und der armen Seelen".

 

Weit über 100 "Nutzungsberechtigte" haben sich unentgeltlich für den "Dienst auf der Baustelle" zur Verfügung gestellt und dabei ehrenamtlich rund 2500 Arbeitsstunden geleistet. Der "Spitzenmann" glänzte mit 400 Stunden. Da die künstlerische Gestaltung ausschließlich mit Spendengeldern bezahlt werden muss, hatte die Kirchengemeinde einen Aufruf gestartet. 12000 Euro kamen zusammen. Die Sanierung ist mit 190000 Euro veranschlagt worden. Zuschüsse gab es vom Amt für Landentwicklung (GLL) und von der Samtgemeinde Herzlake. Der "Rest" wird aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde und aus dem Friedhofshaushalt finanziert.


01.08.2001  Pater Dr. Greiler kehrt nach Ahmsen zurück

Maristenpater Dr. Alois Greiler kehrt nach Aufbaustudium und Promotion in das Kloster in Ahmsen zurück und wird neuer Pfarrer des Gemeindeverbundes Wachtum-Lahn-Vinnen-Ahmsen. Er tritt am 1. Oktober die Nachfolge von Pfarrer Günther Wessendorf an, der in Sulingen eine neue Aufgabe übernehmen wird.


Die Deutsche Provinz der Gesellschaft Mariens (Maristen) hat Ende letzten Jahres auf ihrem Provinzialkapitel beschlossen, das Haus Ahmsen längerfristig weiterzuführen und zu renovieren. Derzeit bildet das Innere des Hauses eine Baustelle. Die umfangreichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, die bessere Unterbringungsmöglichkeiten für Erwachsene bringen und damit im Haus der Begegnung im Hinblick auf Erholung, Exerzitien und geistliche Begleitung umfangreichere Angebote ermöglichen, sollen bis Ende September abgeschlossen sein.

 

Die Maristen in Ahmsen besetzen vier Schwerpunkte: Die Kommunität, das Haus der Begegnung, den Pfarrverbund Wachtum-Lahn-Vinnen-Ahmsen und auf Anfrage überregionale Aufgaben. "Das Apostolat der Kommunität sehen wir in diesen vier Aufgaben. Es wird geprägt durch die Präsenz der Maristengemeinschaft. Und die in den Aufgaben tätigen Mitbrüder können sich in Teamarbeit fachlich ergänzen und aushelfen", erklärt Pater Ludger Werner, neuer Superior des Klosters Ahmsen. Der 42-jährige Priester gehört dem Orden der Maristen seit 20 Jahren an und ist seit sieben Jahren Leiter des Hauses, dessen geistliches Angebot durch die Neubesetzungen erweitert wird.

 

Pater Benedikt Wulf bleibt weiterhin in der Pfarrseelsorge tätig. Neben Pater Dr. Greiler, der in Abstimmung mit der Pfarrarbeit gezielt an einzelnen Aufgaben in der Kommunität, im Haus der Begegnung und "auswärts" mitarbeitet, wird Pater Alois Dreyer, der nach seiner Rückkehr aus der Mission in Papua Neu Guinea derzeit als Rektor im Kloster der Franziskanerinnen in Thuine tätig ist, die Maristengemeinschaft in Ahmsen ab Anfang Dezember verstärken. Pater Dreyer wird hauptsächlich im Haus der Begegnung arbeiten, aber auch überregional tätig sein. "Die Neubesetzung ermöglicht verstärkt sowohl ordensinterne Aufgaben wahrzunehmen als auch ordensexterne Anliegen mitzutragen", betont Pater Ludger Werner. Neben den hauseigenen Angeboten mit eigenen Referenten kann das Haus weiterhin als Beleghaus genutzt werden.


04.08.2000   Eine Perle funkelt in neuem Glanz

Sie ist angesichts ihres Alters und ihrer kostbaren Kunstschätze eine wahre Perle unter den Gotteshäusern im Emsland. In monatelanger Arbeit ist die St. Clemenskirche zu Holte-Lastrup saniert, renoviert und restauriert worden. Die "Perle" funkelt in neuem Glanz. Obwohl noch nicht alle Maßnahmen abgeschlossen sind, feiert die Gemeinde am heutigen Samstag um 17.00 Uhr in St. Clemens wieder einen Gottesdienst.


Die aus Findlingen und Ziegeln errichtete historische Kirche in der alten Hümmlinggemeinde Holte, die 947 in einer Schenkungsurkunde König Ottos I. erwähnt wird, und deren Patrozinium auf die Iburger Benediktinerabtei St. Clemens, welche die Patronatsrechte über Holte 1311 an den Bischof von Osnabrück abtrat, hinweist, wurde im Jahre 1523 vollendet. Im Jahre 1859 wurde der Bau nach Westen hin um ein Joch und den wuchtigen Turm mit Schieferspitzhelm verlängert. Das Holter Gotteshaus zeichnet sich durch seinen Reichtum an Kunstschätzen aus. Da sind beispielsweise der Hochalter aus dem Jahre 1715/17, die beiden Nebenaltäre, die 1736 erstellt wurden, die reichverzierte Kanzel aus dem Jahre 1720 und die Pieta (1705), das gotische Sakramentshäuschen, das um 1500 entstanden ist, und die Statuen vieler Heiliger wie der "Brückenheilige" Nepomuk und Hubertus, der Schutzpatron der Jäger. Der berühmte Künstler Th. Jöllemann aus Quakenbrück hat sich in der Holter St. Clemenskirche mit seinen Kunstwerken "verewigt". Hinzu kommt noch eine reiche Ausstattung wie die Monstranz und ein Ziborium aus dem Jahre 1718. Der Taufstein stammt aus dem 13. Jahrhundert.

 

Über die Notwendigkeit, das Gotteshaus und sein kostbares "Innenleben" angesichts der Schäden durch natürliche Abnutzung, Alterserscheinungen und Umwelteinflüsse zu restaurieren, ist nie gestritten worden. In Pfarrer Klaus Willmann fand man zudem einen engagierten Verfechter umfassender Maßnahmen. Nach eingehenden Überlegungen beauftragte der Kirchenvorstand im Einvernehmen mit dem Generalvikariat das Architekturbüro Goda & Bergmann in Quakenbrück mit der Planung der Sanierungsmaßnahme, die im ersten Bauabschnitt die Außenwände und das Dach und im zweiten das Innere des Kirchengeschiffes umfasste. Die "Außenhaut" ist gereinigt und als Ziegelsichtmauerwerk hergestellt worden. Chor und Nordfassade wurden mit einem Schlemmputz versehen. Alle Strebepfeiler erscheinen ebenfalls als Sichtmauerwerk. Hinzu kamen Steinmetzarbeiten am Turm, am Kirchenschiff und an der alten Sakristei. Im Inneren fanden vor allem die Maler, Restauratoren und Künstler ein breites Arbeitsfeld. Alles ist licht und hell geworden in der bislang eher dämmrigen Kirche, nachdem sowohl die Wände als auch die Gewölbeflächen, Basen, Kapitelle und Schlusssteine einen neuen Anstrich erhalten und die mit feinen Strukturen versehenen Glasfenster die Sonne durchscheinen lassen. Einzigartig in Norddeutschland ist die blaue "Vorhangsmalerei" auf den Wänden hinter dem Hochalter und der prachtvollen Kanzel. Die obere der beiden Emporen ist wieder zurückgebaut und damit in ihre ursprüngliche Lage versetzt worden.

 

Insgesamt 2,82 Millionen DM wird die Gesamtmaßnahme insgesamt kosten. Die Bischöfliche Behörde übernimmt etwa die Hälfte. Berücksichtigt man den Erlös aus Grundstücksverkäufen, "bleibt" für die Gemeinde ein Eigenbeitrag von rund einer Millionen DM. Pfarrer Klaus Willmann war von Anfang an Optimist, weil er aus gutem Grund davon ausgehen konnte, "dass der überwiegende Teil der Gemeinde die Renovierung unserer schönen und kostbaren Kirche zu seiner eigenen Sache machen würde". Der Pfarrer sollte Recht behalten. Und er lobt die Großzügigkeit, mit der die Gläubigen das Werk unterstützen. Ihm ist es allerdings nur noch kurze Zeit vergönnt, in der restaurierten St. Clemenskirche Gottesdienste zu feiern. Klaus Willmann wird in wenigen Wochen in Holte-Lastrup seine Zelte abbrechen und in Wellingholzhausen eine neue Pfarrstelle antreten.